Geschichte der Priesterbruderschaft Sankt Petrus
Die Priesterbruderschaft Sankt Petrus entstand im Jahr 1988 mit dem Ziel, innerhalb der Katholischen Kirche die geistlichen Traditionen, die Liturgie und Disziplin zu bewahren und zu fördern, wie vom Heiligen Stuhl im vom damaligen Kardinal Joseph Ratzinger unterzeichneten Protokoll vom 5. Mai 1988 und im Motu Proprio „Ecclesia Dei“ vom 2. Juli desselben Jahres festgehalten wurde.
Die Priesterbruderschaft Sankt Petrus wurde von Papst Johannes Paul II. am 18. Oktober 1988 als „Gemeinschaft apostolischen Lebens päpstlichen Rechts“ kanonisch errichtet (Prot. nº. 234/88). In Übereinstimmung mit den jahrhundertealten Traditionen der Kirche und den Bestimmungen des II. Vatikanischen Konzils definieren sich die Natur und das Charisma der Bruderschaft gemäß ihren Konstitutionen wie folgt:
a) Heiligung der Priester durch das Gemeinschaftsleben, durch die Beachtung der Konstitutionen und vor allem durch die Feier der Eucharistie entsprechend den liturgischen Büchern von 1962,
b) Förderung von Berufungen zum priesterlichen und religiösen Leben,
c) Ausbildung von Priesteramtskandidaten,
d) Heiligung des Gottesvolks durch die Verkündigung, durch die Spendung der Sakramente und durch die Beachtung der liturgischen und disziplinären Traditionen der Kirche.
Bekräftigt wurde das Charisma und das Wirken der Bruderschaft durch die Veröffentlichung des Motu Proprio „Summorum Pontificum“ vom 7. Juli 2007, den Brief an die Bischöfe, der dieses Dokument begleitete und durch die Errichtung – auf ausdrücklichen Wunschs des Papstes – einer Personalpfarrei in Rom in der Kirche „Santissima Trinità dei Pellegrini“, die der Sorge der Priesterbruderschaft Sankt Petrus anvertraut wurde.
Vor dem Hintergrund ihres am vergangenen 18. Oktober 2008 gefeierten zwanzigjährigen Bestehens dankt die Priesterbruderschaft Sankt Petrus Gott für ihr fruchtbares Apostolat, das sich in mehr als fünfzig Ländern auf fünf Kontinenten seit ihrer Gründung entwickeln konnte, für mehr als 200 geweihte Priester im Dienst der Kirche, für zwei internationale Seminare, wo derzeit 140 Seminaristen verschiedener Nationalitäten ausgebildet werden, und für zahlreiche Gemeinden, Schulen, Gruppen etc., die als Frucht der priesterlichen Aktivitäten entstanden sind (www.fssp.org).