Gründung in Lateinamerika

Kolumbien

Im Juni 2001 gründete eine Gruppe von Seminaristen und Priestern der Priesterbruderschaft Sankt Petrus, nach Absprache mit den zuständigen Oberen unter dem Patronat des peruanischen Heiligen Sankt Martin de Porres, das erste missionarische Apostolat der Bruderschaft in Lateinamerika. Die Gemeindearbeit begann im Juli des darauffolgenden Jahres, und wurde zunächst in den südlichen Stadtvierteln der kolumbianischen Hauptstadt aufgenommen. Die Erfahrungen, die in dieser kurzen Zeit gesammelt werden konnten, waren sehr positiv: es ergab sich die Möglichkeit, den Ortsbischof der Diözese Soacha, der die Gruppe herzlich aufgenommen hatte, kennenzulernen, und freundschaftliche Bande mit den Priestern der Region zu knüpfen. Gleichzeig wurde auch die großen Bedürfnisse der Bewohner offensichtlich.

Im Jahr 2003 reiste P. Arnaud Devillers, damals Generaloberer der Priesterbruderschaft Sankt Petrus (FSSP), nach Kolumbien, um in Anbetracht des bereits Erreichten die Möglichkeit einer festen Gründung in Bogota mit dem Ortsbischof zu erörtern. Aber die Vorsehung, auch wenn sie die Türen in Bogota geöffnet ließ, hatte für die Bruderschaft ein anderes Ziel vorgesehen: Anolaima (Cundinamarca) in der Diözese Girardot.

So wurde dann am 3. August desselben Jahres P. Devillers von Seiner Exzellenz Héctor Julio López Hurtado, dem Bischof von Girardot, in Audienz empfangen. Im Laufe der Unterredung bemerkte der damalige Generalobere das Interesse des Bischofs, das Charisma und die Besonderheiten der Bruderschaft näher kennenzulernen. Die Gelegenheit war günstig, den Bischof einzuladen, das Priesterseminar der Bruderschaft in Wigratzbad (Deutschland) kennenzulernen. Der Besuch fand im Oktober 2004 statt.

Ein Priester der Bruderschaft konnte nach der mündlichen Erlaubnis des Bischofs (ad experimentum) im Juli 2005 die Arbeit in der Diözese aufnehmen. In der in Anolaima (Cundinamarca) gelegenen Gemeinde von Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz begann er seinen priesterlichen Dienst am 7. Oktober desselben Jahres, dem Patronatsfest der Gemeinde.

Im Januar 2006, nach vier Monaten intensiver Arbeit, erbat der erwähnte Priester mit Einverständnis des Generaloberen der Bruderschaft, vom Ortsbischof die Erlaubnis, ein Haus errichten zu dürfen, in dem Kandidaten eine Priesterberufung im Rahmen der Bruderschaft prüfen können, und gleichzeitig ein sozial-kulturelles Projekt für die Jugendlichen der Region ins Leben zu rufen.

Die offizielle Erlaubnis für die Eröffnung des Hauses für die Priesterberufungen „Sankt Martin de Porres (CSMP)“ konnte bereits am 13. Mai 2006, dem Fest Unserer Lieben Frau von Fatima, aus den Händen von Seiner Exzellenz, Bischof López Hurtado empfangen werden. Am 29. Juni, dem Fest der Apostelfürsten Petrus und Paulus, wurde das Haus kanonisch errichtet. Es handelt sich also um das erste kanonisch errichtete Haus der Priesterbruderschaft Sankt Petrus in ganz Lateinamerika. und den Höhepunkt von fünf Jahren intensiver Arbeit unter dem Schutz der Gottesmutter Maria.


Mexiko

Im September 2008 betraute der Erzbischof von Guadalajara, Mexiko, unsere Bruderschaft mit einer Kaplanstelle in der Kirche San Pedro Apóstol (http://fsspmx.org). Zwei Priester (P. Kenneth Fryar und P. Romanowski aus den USA) arbeiten im Erzbistum von Guadalajara im Namen der FSSP.